«Var fan är mina kragknappar?!» (*)

Dezember 22, 2012  |  Eisen Edelstahl, Silber, Widerholm & Dahlberg, Zinn

Früher wurden Männerhemden mit Stehkragen genäht. Teils aus einem praktischen Grund: Krägen vergilben und verschleissen schnell, deshalb ist es von Vorteil, wenn Sie ersetzt werden können, statt das ganze Hemd zu entsorgen. Arbeiter und Bauern trugen im Alltag kragenlose Hemden, nur sonntags und zu besonderen Anlässen wurde der Umlegekragen angeknöpft.

Dies geschah mit Hilfe von 3 Doppelknöpfen, die den Umlegekragen am Stehkragen befestigten. Diese Doppelknöpfe waren oft aus Perlmutt und immer vertrackt klein… Wie es so kam, verlor der Mann, der gerade seinen Kragen anknöpfen wollte, die Knöpfe, die vermutlich unter die Kommode rollten. Und so lag der Mann auf allen Vieren und suchte seine Kragenknöpfe:

Schließlich fand er sie und freute sich:

Zur Aufbewahrung der Knöpfe ließ sich ein Mensch mit Sinn für Humor diese kleinen „kragknappsdosor“ (Kragenknopfdosen) einfallen. Hergestellt wurden sie vom schwedischen Unternehmen W&D, Widerholm & Dahlberg in Eskilstuna in den 1930ern und 40ern. Die im Durchmesser gerade einmal 6 cm messenden Döschen kamen in Zinn, versilbert oder chromvernickelt sowie gefüttert oder ungefüttert.

(*) «Wo zum Teufel sind meine Kragenknöpfe?!»


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