Bogenweise weihnachtliche Sonderbriefmarken

Bogenweise weihnachtliche Sonderbriefmarken

November 17, 2020  |  Briefmarken, NYSTRÖM Jenny, Papier, WIKLAND Ilon

Wer von uns hat nicht Briefmarken gesammelt? Vor allem früher, bevor die selbstklebenden und daher nicht mehr ablösbaren Briefmarken aufkamen, war das Briefmarkensammeln ein nicht nur bei Kindern beliebtes Hobby. Es war, sofern man sich nicht allzu oft am Schalter des Postamts hinreißen ließ und frische Neuware erstand, ein sehr taschengeldfreundliches Hobby, und man konnte mit anderen tauschen. Es gab ja auch Philatelie-Shops, die zu wohlfeieln Preisen unwiderstehliche Markenkonvolute aus Übersee in einer Hülle mit Sichtfenster anboten, das exotische Vögel, Ozeandampfer, Pyramiden und andere irrsinnig spannende und wunderbar bunte Motive freigab. In ein Briefmarkenalbum haben die meisten investiert, eventuell noch in eine Pinzette, und dann wurden fleißig die Kuverts der verwandtschaftlichen Grüße und diverser anderer Post zerschnitten (- was manchmal zu inneren Konflikten führte, denn klebte die Marke des Begehrens auf einer besonders schönen Ansichtskarte des Begehrens, kam Zerschneiden nicht so ohne Weiteres in Frage…), die Marken in einem Wasserbad abgelöst und zwischen Zeitungspapier oder Löschpapier (besser, da sich keine spiegelverkehrten Geheimbotschaften auf der ev. noch klebenden Rückseite abdrückten) mit Büchern beschwert getrocknet und glattgepresst.

Die allererste Briefmarke weltweit wurde 1840 in Großbritannien aufgeklebt, die One Penny Black. 1871 gab Peru zum 20-jährigen Jubiläum der peruanischen Eisenbahn die erste Sondermarke heraus – Motiv war eine Lokomotive.

Die erste Weihnachts-Sondermarke schließlich war eine dänische Idee, und zwar vom Postangestellten und späteren Postmeister Einar Holbøll (1865-1927, DK) – hier der Neudruck aus dem Jahr 1994:

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