dänisches Besteck: EM

Erik Magnussen (1940-2014, DK) hatte die Kunsthåndværkerskolen in Kopenhagen besucht und war eigentlich ausgebildeter Keramiker. Durch seine Arbeit bei der Porzellanmanufaktur Bing & Grøndahl als sehr junger Mann eröffnete sich ihm das Gebiet des Industriedesigns. Sein Fokus lag auf simplen, technischen Lösungen, Reduktion auf das Wesentliche führte ihn in seiner Entwurfstätigkeit zu sehr schönen Ergebnissen. 1976 stieß Magnussen zu Stelton, entwarf dort u.a. die mittlerweile in so gut wie keinem Krativbüro fehlende Thermoskanne mit dem praktischen Wippdeckel. Sein minimalistischer Ansatz, das Design für jeden entworfenen Gegenstand mit sehr analytischem Blick auf dessen Funktionalität möglichst komprimiert auf den Punkt zu bringen, lässt sich gut an seinem Besteck EM nachvollziehen, das er 1995 für Stelton (gegr. 1960, DK) entwarf:

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dänisches Besteck: AJ

Arne Jacobsen (1902-71, DK) ist einer jener Designer, denen fast ausschließlich Designklassiker gelungen sind. Egal, was er anfasste, es wurde zur Designikone.
Von der Architektur kommend, entwickelte er sich über Bauprojekte und da wohl vor allem über sein Hotelprojekt SAS Roayl Hotel, für das er alle Details von der Einrichtung bis hin zu den Türgriffen entwarf, zum Produktdesigner.
Sein Monoblock-Besteck aus dem Jahr 1957 wirkte schon bei Erscheinen unglaublich avantgardistisch, noch 10 Jahre später empfand der Regisseur Stanley Kubrick (1928-99) es als futuristisch genug, um ihm eine Nebenrolle in seinem Film 2001: A Space Odyssey zu geben. Und dass das Besteck nichts an Kühnheit verloren hat, sieht man auf einen Blick:

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BOHUS & TERMA: zwei auf den Punkt gebrachte Serien

Im Schaufenster glänzen gerade zwei Keramikserien von Stig Lindberg (1916-82, S) für Gustavsberg um die Wette. Dabei ging es dem Designer bei diesen Entwürfen eher nicht ums Glänzen, so viel Understatement und Einheit von Form und Funktion muss man schon lange suchen:

Die blauen Teile entstammen der Serie Bohus, die Lindberg 1959 entwarf. Sie war für das Speisen gedacht, es gab alle Teile in Blau oder Hellgrau. Schlichte Formen, Deckel aus einfachen Teakscheiben für die Schalen – ganz wunderbar reduziert. Auch im MAK waren sie bis zur Neuaufstellung zu bewundern. Ebenso Lindbergs Serie Terma von 1955, deren Teile für das Zubereiten der Speisen konzipiert und ofen- und herdtauglich waren: Töpfe, Pfannen, Kannen, allesamt in einem dunklen Braunton mit einem Stich ins Violette.

Milch? Zucker?

Wenn geklärt ist, wer Tee und wer lieber Kaffee möchte, gilt es noch zu eruieren, wen das Tässchen der Wahl pur und wen nur gepimpt glücklich macht: Milch oder Zucker?

Serviert wird das gewünschte dann stilvoll in Glas, Keramik, Porzellan oder Edelstahl. Das edelste Set im Schaufenster ist jenes gläserne mit Goldrand, das William Stenberg (1885-1962, S) für seine Glashütte Gullaskruf entwarf.

 

Nussknacker

Nussknacker

Hat man keinen Hammer bei der Hand, reicht notfalls ein Stein. Manche schaffen es sogar mit der bloßen Hand, manche steigen drauf oder beißen einfach rein, aber von Letzterem rate ich ab. Besser ist auf jeden Fall ein Nussknacker, um Nüsse zu öffnen. Und wie es so oft ist, mit all diesen Werkzeugen des Alltags, so gibt es auch davon unzählige Varianten.

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