dänisch-/norwegisches Besteck: INKA

Der dänische Designer Erik Herløw (1913-91) wurde bereits an anderer Stelle vorgestellt, damals ging es um sein einzigartiges Besteck Obelisk. Hier folgt ein Beitrag über einen etwas späteren Besteckentwurf Herløws, der vom norwegischen Hersteller Norsk Stålpress vulgo Norstaal 1956 präsentiert wurde: Inka.

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Gabeln

50 verschiedene Gabeln drängeln sich gerade im Schaufenster und zeigen, was formal alles aus der Vorgabe “ drei bis vier Zinken, Griff“ rauszuholen ist:

Schaufenster-2017-KW19-50-Gabeln

Monoblock-Varianten aus einem Edelstahlstück oder solche mit angesetzten Griffen, bei letzteren kamen Teak, Palisander oder Nylon zum Einsatz.

Messer und Löffel lagen bereits in der Auslage. Wie die anderen Teile eines Besteckmodell aussehen, wie also die Gesamtidee hinter einem Modell war, finden Sie hier und hier.

dänisches Besteck: Obelisk

Der Däne Erik Herløw (1913-1991) hatte an Kunstakademiet (Akademie der Bildenden Künste) in Kopenhagen studiert und war ausgebildeter Architekt, Produkt- und Industriedesigner. Er entwarf Einfamilienhäuser, Bürogebäude und Fabriken, war ein gefragter Ausstellungsarchitekt (u.a. für die Triennale 1951 in Mailand; für eine große Wanderausstellung über skandinavisches Design, die 1954 durch die USA ging, sowie für die Ausstellung Formes Scandinaves im Musée des Arts Décoratifs in Paris im Jahr 1958). Als Produktdesigner beschäftigte er sich mit den Materialien Gold und Silber und entwarf Schmuck sowie Tee- und Kaffeeservice für A. Michelsen, Georg Jensen, Cohr u.a. Außerdem arbeitete er gerne mit Eisen, Stahl, Aluminium und entwarf aus diesen Metallen Gebrauchsdesgin für die Küche und den Esstisch: Pfannen, Kannen und auch Bestecke, so etwa 1956 für Norstaal das Besteck Inka.

Auch für die Universal Steel Company / Copenhagen Cutlery schuf Herløw in den 1950er Jahren zwei wunderbare Bestecke: Contrast und Obelisk. Um Obelisk aus dem Jahr 1954 soll es hier gehen:

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Messer

52 sehr unterschiedliche Messer nordischen oder österreichischen Fabrikats liegen seit gestern akkurat aufgereiht im Schaufenster:

Unterschiede in Form, Gewicht, Haptik, Handhabung und Wärme/Kühle des Griffmaterials werden deutlich, wenn man die Messer in die Hand nimmt.

Das Löffel-Schaufenster gibt’s hier.

Klassiker bei Tisch: Bestecke aus Skandinavien

Form, Material, Größe, Umfang von Besteck sind abhängig von vielen Faktoren – Kulturkreis, Materialentwicklungen und -verfügbarkeit, etc. sind einige dieser Einflüsse (siehe dazu auch hier). Wie unterschiedlich aber Bestecke im Zeitraum der 1950er-60er alleine in Skandinavien und Finnland ausfielen, sehen Sie in diesem Blogeintrag – einem posting in progress – den ich sukzessive ergänzen werde.
Über österreichische Bestecke können Sie hier nachlesen, Allgemeines zu Bestecken erfahren Sie hier.


(Foto: Katharina Roßboth)

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